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Geschichte Ägyptens

1517

Ägypten wird Provinz des Osmanischen Reiches

1798-1801

Französische Besatzung unter Napoleon

1805

Muhammad Ali, osmanischer General, begründet eigene Dynastie

1869

Einweihung des Suezkanals

1882

Britische Besetzung Ägyptens

1914

Ägypten wird britisches Protektorat

1919

Blutige Aufstände gegen die Briten nach Ausweisung des Wafd-Parteianführers Saad Zaghlul

1922

Ägypten wird nach Aufhebung des Protektorats nominell unabhängiges Königreich

1945

Ägypten gehört zu den Gründungsmitgliedern der Vereinten Nationen

1952

Bewegung der „Freien Offiziere“ stürzt König Faruq unter Führung von Ali Muhammad Naguib und Gamal Abdel Nasser

1953

Ausrufung der Republik, Naguib wird erster Präsident Ägyptens

1954

Gamal Abdel Nassers zwingt Naguib zum Rücktritt und wird Staatsoberhaupt

1956

Verstaatlichung des Suez-Kanals; 1. Sinai-Krieg („Suezkrise“)
Einführung des Frauenwahlrechts

1958-1961

Zusammenschluss Ägyptens und Syriens zu „Vereinigter Arabischer Republik“ (VAR)

1961

Sezession Syriens; verschärfter sozialistischer Kurs in Ägypten

1965

Abbruch der Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland (13.05.)

1967

2. Sinai-Krieg („Sechstagekrieg“ – Verlust des Sinai an Israel)

1970

Tod Gamal Abdel Nassers und Amtsübernahme durch Vizepräsident Anwar as-Sadat

1971

Fertigstellung des Assuan-Hochdamms

1972

Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland (08.06.)

1973

Ausweisung der sowjetischen Militärexperten; Jom-Kippur-Krieg (Oktoberkrieg);
beginnende „Open Door Policy“ Sadats (Infitah)

1977

Friedensinitiative Sadats durch Besuch in Jerusalem (20.11.)

1978

Gipfelkonferenz in Camp David zwischen Ägypten und Israel; Ägyptens Präsident Sadat und der israelische Ministerpräsident Menachem Begin erhalten Friedensnobelpreis

1979

Israelisch-ägyptischer Friedensvertrag und politische Isolierung Ägyptens innerhalb der arabischen Welt (Ausschluss aus der Arabischen Liga)

1981

Ermordung Sadats (06.10.), Amtsübernahme durch Vizepräsident Muhammad Husni Mubarak, seither Notstandsgesetzgebung

1982

Vollständiger Abzug der israelischen Truppen aus dem Sinai

1987/88

Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit allen arabischen Staaten außer Syrien, Libyen, Libanon und Algerien

1989

Wiederzulassung Ägyptens zur Arabischen Liga (AL)

1994

Unterzeichnung des Gaza-Jericho-Abkommens (Oslo I) unter Schirmherrschaft Mubaraks (04.05.)

1995

Parlamentswahlen (Nov./Dez.) bestätigen Mehrheit für Regierungspartei

1996

Internationales Gipfeltreffen in Sharm El-Sheikh im März zur Rettung des Nahost-Friedensprozesses und Bekämpfung des Terrorismus;

Arabischer Gipfel am 22./23.06. in Kairo bestätigt arabischen Willen zum Frieden, erteilt Ägypten Mandat, gegenüber Israel auf Fortsetzung des Friedensprozesses zu drängen;

1997

Tote bei Anschlägen auf Touristen vor dem Ägyptischen Museum in Kairo (18.9.) und vor dem Hatschepsut-Tempel in Luxor (17.11.), starker Rückgang des Tourismus.

1998

Unterzeichnung des Wye-II-Abkommens in Sharm El-Sheikh zur Aktualisierung des Zeitrahmens und graduellen Korrektur des Abkommens von Wye Plantation (04.09.); Ägypten fungiert als Co-Garant.

1999

Wiederwahl Präsident Mubaraks für vierte Amtszeit (26.09.)

2000/2001

Neuwahlen zum Parlament (Volksversammlung und Shura). In beiden Kammern dominiert die Partei des Staatspräsidenten NDP mit einer Zweidrittel-Mehrheit.

2002

Eröffnung der Bibliotheca Alexandrina (16.10.)

2004

Gründung des Nationalen Rats für Menschenrechte unter Vorsitz des früheren VN-Generalsekretärs Boutros Boutros-Ghali

2004/2005

Bombenanschläge mit Todesopfern in Taba (07.10.2004), Kairo (07. und 30.04.2005) und Sharm El-Sheikh (07.09.2005)

2005

Referendum ebnet den Weg für erste Präsidentschaftswahl mit mehreren Kandidaten

Wiederwahl Präsident Mubaraks für eine fünfte Amtszeit (07.09.)
Neuwahlen zum Parlament (Volksversammlung) im November und Dezember. Regierungspartei NDP hält Zweidrittel-Mehrheit, Muslimbrüder erheblich gestärkt, säkulare Opposition marginalisiert.

2006

Tote und Verletzte bei Bombenanschlägen in Dahab (24.04)

2007

Verfassungsreform (Streichung sozialistischer Bezüge, Ermöglichung neuer Wahl- und Terrorismusbekämpfungsgesetze)