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Das Katharinenkloster
Das Katharinenkloster liegt im Sinaigebirge in einer Höhe von knapp 2.000 Metern. Es existiert nur die Zufahrt von Tarfet aus über den 1.400 Meter hohen Watiyapass. Die erste geschichtliche Erwähnung des Klosters stammt aus dem Jahre 324. Kaiserin Helena berichtete in ihren Schriften von einigen christlichen Klausen unterhalb des Mosesberges. Helena war die Frau des römischen Kaisers Constantinius I. und die Mutter von Konstantin dem Großen. Helena stiftete den Eremiten vom Sinai reiche Geldbeträge und die bekannte Grabeskirche in Jerusalem.
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Der Besitz des Klosters umfasst den Mosesberg und den Katharinenberg (Mount St. Catharine) mit einer Fläche von etwa 100 Hektar. Interessanterweise gilt das Gebiet als unabhängiger Teil der Mönchsrepublik „Mount Athos“ in Griechenland. Die Souveränität des Grundbesitzes wurde erstmals durch den britischen Stadthalter von Kairo und dem Gouverneur von Britisch Ägypten Lord Cromer 1892 politisch anerkannt. Bis heute ist das Katharinenkloster nicht Bestandteil Ägyptens, sondern der unabhängigen Mönchsrepublik Mount Athos. Obwohl das Kloster mehrfach durch Truppen und Erdbeben zerstört worden war, wurde es immer innerhalb kurzer Zeit wieder aufgebaut.

Das Kloster steht am Fuße des Mosesberges. Hier soll laut Altem Testament Moses die „Zehn Gebote“ von Gott erhalten haben. Auf dem Platz des Klosters soll der „Brennende Dornbusch“ gestanden haben. Der Legende nach erschien an diesem Ort Gott dem Moses in einem brennenden Dornbusch und verlangte, dass er sein Volk aus Ägypten in das Land Kanaa führen solle.



Kaiser Justinius I., der letzte römische Kaiser in Byzanz, eroberte den Sinai und Nordafrika, er stiftete den Mönchen im Jahre 533 Geld und ließ das Kloster errichten. 565 wurde der Bau schließlich fertig gestellt und der Boden dem Kloster geschenkt. Noch heute befinden sich die Schenkungsurkunde und andere Schriften des Kaisers in der Bibliothek des Klosters.

Die Blütezeit erlebte das Kloster im 12. und 13. Jahrhundert. Damals lebten dort mehr als 100 Mönche und 50 Nonnen. In dieser Zeit wurde auch die neue Basilika erbaut und der Heiligen Helena gewidmet. Heute kümmern sich noch etwa 20 Mönche um die Schätze des Klosters. In der Bibliothek stehen über 4.000 reich bebilderte Bücher aus den Anfängen des Christentums. Das kleine Klostermuseum bewahrt die weltgrößte Ikonensammlung. Auch die zweitgrößte Schriftensammlung des antiken Roms beherbergt das kleine Kloster - die größte Sammlung liegt im Vatikan.